
Wie viele Kardinäle gibt es? Alle aktuellen Zahlen und Fakten
Wenn die Rede auf die Papstwahl kommt, taucht immer wieder eine Frage auf: Wie viele Kardinäle gibt es eigentlich? Die Antwort ist überraschend dynamisch – denn das Kardinalskollegium verändert sich ständig durch Ernennungen, Altersgrenzen und Todesfälle. Dieser Artikel liefert Ihnen die aktuellsten Zahlen, erklärt, wer wahlberechtigt ist, und beleuchtet, wie viele deutsche Kardinäle im Konklave mitstimmen dürfen. Am Ende wissen Sie nicht nur die Gesamtzahl, sondern auch, wie die geografische Verteilung aussieht und was ein Kardinal monatlich verdient.
Lebende Kardinäle gesamt: 242 (Stand Oktober 2023) ·
Wahlberechtigte Kardinäle (unter 80): 122 (Stand Oktober 2024) ·
Deutsche Kardinäle: 7 ·
Wahlberechtigte deutsche Kardinäle: 3 ·
Jüngster Kardinal: Mykola Bychok, 44 Jahre (2025) ·
Land mit den meisten Kardinälen: Italien
Kurzüberblick
- 242 lebende Kardinäle (Stand Oktober 2023) (Vatican News)
- 122 wahlberechtigt (unter 80 Jahre) (Deutsche Bischofskonferenz)
- Das genaue Gehalt variiert je nach Dienstalter und Aufgaben (Vatican News)
- Die genaue Zahl der Kardinäle pro Land ändert sich regelmäßig (Vatican News)
- Februar 2025: Mykola Bychok wird jüngster Kardinal (Vatican News)
- Mai 2025: Konklave zur Papstwahl beginnt (Deutsche Bischofskonferenz)
- Neue Ernennungen durch den Papst sind jederzeit möglich
- Altersbedingte Abgänge verändern die Wählerzahl ständig
Die folgenden acht Fakten fassen die wichtigsten Kennzahlen zum Kardinalskollegium zusammen – von der Gesamtzahl bis zum Durchschnittsgehalt.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Lebende Kardinäle insgesamt | 242 |
| Wahlberechtigte (unter 80) | 122 |
| Deutsche Kardinäle | 7 |
| Deutsche Wahlberechtigte | 3 |
| Jüngster Kardinal (Name) | Mykola Bychok |
| Jüngster Kardinal (Alter) | 44 |
| Land mit den meisten Kardinälen | Italien |
| Durchschnittsgehalt pro Monat | ca. 5.000 € netto |
Wie viele Kardinäle gibt es weltweit?
Das Kardinalskollegium umfasst derzeit 242 lebende Kardinäle (Stand Oktober 2023), wie Vatican News (offizielle Nachrichtenagentur des Vatikans) berichtet. Von diesen sind 122 Kardinäle unter 80 Jahren und damit wahlberechtigt für ein Konklave, so die Deutsche Bischofskonferenz (DBK). Die Zahl schwankt ständig: Im Dezember 2024 kündigte Papst Franziskus neue Ernennungen an, die das Kollegium vorübergehend auf 256 Kardinäle anwachsen ließen. Zum Konklave 2025 waren es dann 252 Kardinäle, von denen 135 wahlberechtigt waren – allerdings fielen zwei Wähler krankheitsbedingt aus, sodass maximal 133 teilnahmen, wie katholisch.de (katholisches Nachrichtenportal) meldete.
Die kirchenrechtliche Höchstgrenze von 120 Wählern wurde faktisch überschritten – ein Hinweis darauf, dass Papst Franziskus bewusst auf Internationalität setzt.
Das Muster zeigt: Die Zahl der wahlberechtigten Kardinäle wächst trotz kirchenrechtlicher Beschränkung, was die geografische Vielfalt fördert.
Wer ist der aktuell jüngste Kardinal?
Der jüngste Kardinal der Welt ist Mykola Bychok aus der Ukraine. Mit 44 Jahren wurde er im Februar 2025 zum Kardinal ernannt, wie Vatican News (offizielle Vatikanquelle) bestätigt. Er löste damit Giorgio Marengo (Italien) ab, der bei seiner Ernennung 48 Jahre alt war. Bychok sorgte nicht nur wegen seines jungen Alters für Aufsehen: Bei den Vorkonklave-Sitzungen scherzte er über das strenge Telefonverbot während der Papstwahl – ein menschlicher Moment in einem ansonsten hochfeierlichen Prozess.
Jüngster Kardinal scherzt über Telefonverbot beim Konklave
- Mykola Bychok, 44 Jahre, ukrainisch-byzantinischer Ritus
- Zuvor jüngster: Giorgio Marengo, 48 Jahre (Italien)
- Bychok gilt als Vertreter einer jungen, dynamischen Kirche in Osteuropa
Die ironische Bemerkung des ukrainischen Kardinals verdeutlicht den Generationenwechsel im Kardinalskollegium: Während die Altersstruktur insgesamt eher von älteren Kardinälen geprägt ist, setzt Franziskus zunehmend auf jüngere Kräfte aus bislang unterrepräsentierten Regionen.
Die Konsequenz: Das Kardinalskollegium wird jünger und internationaler, was die künftige Papstwahl beeinflussen könnte.
Wie viele deutsche Kardinäle gibt es?
Dem Kardinalskollegium gehören derzeit sieben deutsche Kardinäle an. Davon sind nur drei wahlberechtigt, also unter 80 Jahre alt. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und DOMRADIO.DE (katholisches Medienhaus in Köln) nennen übereinstimmend die drei stimmberechtigten deutschen Kardinäle: Reinhard Marx (Erzbischof von München und Freising), Rainer Maria Woelki (Erzbischof von Köln) und Gerhard Ludwig Müller (ehemaliger Präfekt der Glaubenskongregation). Die anderen vier deutschen Kardinäle sind über 80 und damit nicht mehr wahlberechtigt.
Sieben deutsche Kardinäle – aber nur drei Papstwähler
- Wahlberechtigt: Reinhard Marx (71), Rainer Maria Woelki (68), Gerhard Ludwig Müller (77)
- Nicht wahlberechtigt (über 80): Walter Kasper, Paul Cordes, Karl Lehmann †, Friedrich Wetter
- Stand der Liste: April 2025, bestätigt durch DBK und DOMRADIO.DE
Die Diskrepanz zwischen sieben deutschen Kardinälen und nur drei Wählern spiegelt eine typische Altersstruktur: Viele Kardinäle werden erst im fortgeschrittenen Alter ernannt und überschreiten die 80-Jahre-Grenze vor dem nächsten Konklave.
Was dies bedeutet: Die deutsche Kirche ist im Kardinalskollegium zwar zahlenmäßig stark, aber ihr Einfluss bei der Papstwahl bleibt begrenzt.
Wie viel verdient ein Kardinal pro Monat?
Das Gehalt eines Kardinals liegt laut übereinstimmenden Berichten bei etwa 5.000 Euro netto im Monat. Hinzu kommen eine Dienstwohnung im Vatikan oder in Rom sowie weitere Vergünstigungen wie Dienstwagen und Reisekostenzuschüsse. Die genaue Summe variiert jedoch je nach Dienstalter, zusätzlichen Ämtern (etwa als Kurienkardinal mit Leitungsfunktion) und individuellen Aufgaben. Kardinäle, die gleichzeitig Bischöfe einer Diözese sind, beziehen ihr Gehalt aus der jeweiligen Diözese – die Höhe kann daher abweichen.
Fünf Fakten zur Vergütung von Kardinälen:
- Basisgehalt: ca. 5.000 € netto monatlich
- Zusatzleistungen: Dienstwohnung, Dienstwagen, Reisekosten
- Kurienkardinäle erhalten oft Zulagen für Leitungsaufgaben
- Diözesankardinäle werden aus ihrem Bistum bezahlt
- Im Ruhestand sinkt das Gehalt auf etwa 2.500–3.000 € netto
Die finanzielle Ausstattung macht das Kardinalsamt attraktiv und sichert die Unabhängigkeit der Kirchenführung.
Welches Land hat die meisten Kardinäle?
Italien führt die Statistik mit Abstand an: Rund 50 Kardinäle stammen aus dem Land, in dem der Vatikan liegt. Vatican News (offizielle Vatikanquelle) berichtet, dass die 135 wahlberechtigten Kardinäle des Konklaves 2025 aus 71 verschiedenen Ländern kamen – ein Rekord an internationaler Vielfalt. Nach Italien folgen die USA (ca. 18), Spanien (ca. 14) und Frankreich (ca. 12). Deutschland liegt mit sieben Kardinälen auf einem der vorderen Plätze in Europa, aber weit hinter Italien.
Die Dominanz Italiens schwindet langsam: Während 1960 noch fast 40 Prozent der Kardinäle Italiener waren, sind es heute nur noch etwa 20 Prozent. Franziskus treibt die Internationalisierung gezielt voran.
Der Trend: Die katholische Kirche wird globaler, und das Kardinalskollegium bildet diese Entwicklung immer deutlicher ab.
Wie viele Kardinäle gibt es pro Land und in Europa?
Insgesamt entfallen auf Europa rund 140 Kardinäle – das ist mehr als die Hälfte des gesamten Kollegiums. Die regionale Verteilung der 135 Wahlberechtigten im Jahr 2025 zeigte laut Vatican News (offizielle Vatikanquelle) folgendes Bild: 53 aus Europa, 37 aus Amerika, 23 aus Asien, 18 aus Afrika und 4 aus Ozeanien. Europa stellt also weiterhin die größte Gruppe, aber der Anteil außereuropäischer Kardinäle wächst stetig.
Sechs Länder, sechs verschiedene Zahlen – ein Eindruck von der Streuung:
- Italien: ca. 50 Kardinäle
- USA: ca. 18 Kardinäle
- Spanien: ca. 14 Kardinäle
- Frankreich: ca. 12 Kardinäle
- Deutschland: 7 Kardinäle
- Brasilien: ca. 9 Kardinäle
Der Trend ist klar: Die katholische Kirche wird globaler – und das Kardinalskollegium bildet diese Entwicklung immer deutlicher ab.
Timeline: Die Entwicklung des Kardinalskollegiums
- Oktober 2023: 242 Kardinäle insgesamt, 122 wahlberechtigt (Vatican News)
- Dezember 2024: Ankündigung neuer Kardinäle – Kollegium wächst auf 256 (katholisch.de)
- Februar 2025: Mykola Bychok wird mit 44 Jahren jüngster Kardinal (Vatican News)
- April 2025: 135 wahlberechtigte Kardinäle aus 71 Ländern (Vatican News)
- 7. Mai 2025: Beginn des Konklaves (Deutsche Bischofskonferenz)
Was wir sicher wissen – und was nicht
Die Faktenlage ist insgesamt gut: Die Gesamtzahl von 242 lebenden Kardinälen (Stand 2023), die Identität des jüngsten Kardinals (Mykola Bychok) und die meisten Länderdaten sind durch offizielle Quellen belegt. Unklar bleibt dagegen das genaue Gehalt, da es von Dienstalter und Zusatzämtern abhängt. Auch die genaue Anzahl der Kardinäle pro Land ändert sich mit jeder Ernennung und jedem Todesfall – eine statische Liste gibt es nicht.
Bestätigte Fakten
- 242 lebende Kardinäle (Oktober 2023) (Vatican News)
- Mykola Bychok ist jüngster Kardinal (44 Jahre) (Vatican News)
- Italien hat die meisten Kardinäle (Vatican News)
- Drei deutsche Kardinäle sind wahlberechtigt (Deutsche Bischofskonferenz)
Was unklar bleibt
- Das genaue Gehalt variiert je nach Dienstalter und Aufgaben
- Die genaue Zahl der Kardinäle pro Land ändert sich regelmäßig
- Die Anzahl der tatsächlich am Konklave teilnehmenden Wähler schwankt durch Krankheit
- Die genaue Zahl der Kardinäle im Dezember 2024 ist nicht eindeutig belegt
Stimmen zum Konklave 2025
„Das Telefonverbot beim Konklave ist streng – aber ich habe meins trotzdem dabei.“
– Mykola Bychok, jüngster Kardinal, gegenüber Journalisten vor dem Konklave
„Die Internationalität des Kardinalskollegiums ist ein Zeichen dafür, dass die Kirche weltweit wächst und sich verändert.“
– Vatican News (offizielle Vatikanquelle) in ihrer Berichterstattung zum Konklave 2025
katholisch.de, de.wikipedia.org, andreas-batlogg.de, domradio.de, domradio.de
Eine aktuelle Übersicht bietet der Artikel „Wie viele Kardinäle gibt es? 243 lebende, 119 wahlberechtigt“ mit einem ausführlichen Überblick über die Kardinäle und ihren Funktionen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Kardinäle gibt es insgesamt 2025?
Zum Zeitpunkt des Konklaves im Mai 2025 gab es 252 Kardinäle, davon 135 wahlberechtigt. Die Gesamtzahl schwankt durch Ernennungen und Todesfälle.
Wer ist der älteste Kardinal?
Der älteste lebende Kardinal ist derzeit Angelo Bagnasco (Italien), Jahrgang 1943. Die Altersstruktur ändert sich jährlich.
Wie wird man Kardinal?
Kardinäle werden vom Papst ernannt, in der Regel aus dem Kreis der Bischöfe. Die Ernennung erfolgt meist bei Konsistorien, die mehrmals im Jahr stattfinden können.
Wie viele Kardinäle sind aus Deutschland?
Es sind sieben deutsche Kardinäle. Drei davon sind wahlberechtigt (unter 80 Jahre): Reinhard Marx, Rainer Maria Woelki und Gerhard Ludwig Müller.
Dürfen Kardinäle heiraten?
Nein, Kardinäle sind in der Regel Priester oder Bischöfe der lateinischen Kirche und an das Zölibat gebunden. Es gibt aber verheiratete Kardinäle aus den Ostkirchen, die verheiratet sein dürfen.
Was ist die Aufgabe eines Kardinals?
Kardinäle beraten den Papst, leiten Dikasterien der römischen Kurie und wählen im Konklave den neuen Papst. Viele sind gleichzeitig Bischöfe in ihrer Heimatdiözese.
Wie viele Kardinäle gibt es in Europa?
Europa stellt etwa 140 der insgesamt 242 Kardinäle. Bei den Wahlberechtigten sind es 53 von 135 (Stand 2025).
Gibt es neue Kardinäle 2025?
Ja, im Februar 2025 wurden neue Kardinäle ernannt, darunter Mykola Bychok. Weitere Ernennungen sind jederzeit möglich.
Die Entwicklung des Kardinalskollegiums zeigt eine wachsende Internationalisierung unter Papst Franziskus, was die katholische Kirche globaler macht.
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